Atemschutzübung in Abriss-Gebäude
Nach bekannt werden des bevorstehenden Abrisses des ehemaligen Baywa-Areals in der Bahnhofstraße in Wörth machten sich unser Atemschutzbeauftragter Konrad Schmid mit Unterstützung von Wolfgang Heitzer (jun.) an die Planung der Großübung sowie Begutachtung der Möglichkeiten im ehemaligen Bürogebäude und Lagerturm.
Ursprünglich größer erhofft und in Zusammenarbeit mit den Ortsteilen Oberachdorf und Tiefental erwünscht, musste aufgrund der aktuell kritischen Pandemie-Lage der Umfang der Übung minimiert werden, um ein Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Überlegungen zur Verschiebung der Übung konnten leider nicht realisiert werden, da der Abriss kurz bevor stand. So wuchs die Idee heran, aus einer großen, zwei kleinere interne Übungen mit Schwerpunkt auf die Atemschutzgeräteträger zu inszenieren.
An den Abenden des 03. und 17. Februars rückten interessierte Kammeradinnen und Kameraden zur Übung in die Bahnhofsstraße aus.
Szenarien mit Brand in den einzelnen Geschossen des Bürokomplexes und vermissten Personen wurden unter Einbeziehen unserer Jugendfeuerwehr inszeniert. Auch die Landreisführung um Kreisbrandmeister des KBI-Bezirks Ost Georg Koller sowie die Zeitung zeigten Interesse an dieser einmaligen Gelegenheit.
Die Atemschutzgeräteträger waren gefordert, wie es sonst nur selten zu Übungszwecken ermöglicht werden kann:
Wasser bis zum Strahlrohr im Gebäude, Verlegung von Schlauchstrecken in einem engen Treppenhaus und Öffnung von versperrten Türen zur Personenbefreiung sorgten für einen regelmäßig notwendigen Belastungstest der Feuerwehrler unter Atemschutz mit geringer Sicht.
Alle Beteiligten konnten mit einem großen Erfahrungs- und Experimentierschatz aus den Übungen gehen und sich so für zukünftige Ernstfälle einsatztaktisch bereichern.