Zimmerbrand

Ein lauter Knall, eine "Art Explosion" im Geschirrspüler, schließlich Flammen, die aus dem Gerät schlagen, und dichter Rauch, der aus den Fenstern quillt: So ist nach ersten Erkenntnissen der Polizeiinspektion Wörth an der Donau am Mittwochnachmittag ein Zimmerbrand in der Ludwigstraße entstanden.

Wie ein Wörther Polizist nach der Erkundung der Wohnung und nach einer ersten Befragung der Tochter des Mieters mitteilte, sei davon auszugehen, dass der Brand in der Elektronik des Geschirrspülers seinen Anfang nahm. Zum Zeitpunkt der Explosion befand sich nur die Tochter in der Wohnung, sie konnte sich unverletzt ins Freie retten.

Die Sirene ertönte am Mittwoch gegen 14.45 Uhr. Der Qualm war da schon deutlich zu sehen, Brandgeruch hing über der Straße im Herzen der Stadt. Die Stützpunktfeuerwehr Wörth rückte mit ungefähr 25 Aktiven aus, Unterstützung leistete die Wehr aus Oberachdorf. Den Einsatz leitete der Wörther Vize-Kommandant Ralf Amann. "In der ersten Meldung hieß es, dass sich eventuell noch Personen im Gebäude befinden", so Amann im Gespräch mit der Donau-Post. "Bei unserem Eintreffen hat sich das aber Gott sei Dank nicht bewahrheitet, die Person war bereits im Freien." Der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst musste somit nicht tätig werden.

Unverzüglich rüsteten sich sechs Atemschutzträger für den Einsatz. Zwei begaben sich über das Treppenhaus in die Wohnung, zwei bestiegen den Korb der Drehleiter und ließen sich damit bis vor das offene Fenster der Wohnung hinauf befördern, von wo aus sie das Vorgehen des anderen Trupps beobachteten. Dieses Manöver erklärt Amann so: "Wenn ein Trupp in den Innenangriff geht, weißt du ja nie, was drinnen passiert. Deswegen leitet ein zweiter Trupp am Fenster an. Wenn der da drin dann wirklich nicht mehr herauskäme, könnte er an das Fenster gehen und mit der Drehleiter runter fahren. Das ist eine Sicherheitsmaßnahme, die wir da gebraucht haben. Da hat sich wieder einmal gezeigt, dass die Drehleiter sehr hilfreich ist, auch wenn wir sie jetzt in diesem Fall nicht benötigt haben."  Weitere Atemschutzträger hielten sich vorerst im Hintergrund und standen als Reserve bereit.

Die beiden Atemschutzgeräteträger im Inneren der Wohnung konnten die Gefahr laut Amann rasch bannen, und zwar "mit Kleinlöschgeräten". Also im Klartext mit Kübelspritze und Wasserlöscher. "Eine C-Leitung war zwar vorbereitet", so Amann, "aber um Wasserschäden zu vermeiden, haben wir dann nur auf kleine Geräte zurückgegriffen." Anschließend nahmen Einsatzkräfte die Wohnung mit einer Wärmebildkamera unter die Lupe, um ein erneutes Auflodern der Flammen auszuschließen. Außerdem brachten sie Entlüfter in Stellung, mittels derer sie den Qualm hinaustrieben.

Als die Wohnung rauchfrei war, machten sich Polizisten an die Erkundung. Nach ihrem ersten Eindruck dürfte sich der Sachschaden in Grenzen halten. Zwar werde der Rauch sicher die eine oder andere kleine Sanierungsmaßnahme erfordern, doch im Wesentlichen, so die Auskunft, habe sich der Brand auf den Geschirrspüler beschränkt.

Die Ludwigstraße war während des Einsatzes nicht befahrbar; Feuerwehrleute postierten sich an beiden Enden und sperrten sie ab. Um 15.30 Uhr war alles erledigt und die Aktiven konnten in ihre Gerätehäuser zurückkehren.

(Quelle und Fotos: Idowa.de vom 10.12.2020


Einsatzart Brand
Alarmierung Sirene und Funkmeldeempfänger
Einsatzstart 9. Dezember 2020 14:44
Fahrzeuge Mehrzweckfahrzeug
Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug
Tanklöschfahrzeug
Löschgruppenfahrzeug
Drehleiter
Alarmierte Einheiten FF Oberachdorf
FF Wörth
KBM/KBI/KBR
Kreisfeuerwehrarzt